Firma Cawi baut Lagerhalle

Die Konjunktur brummt, Auftragsbücher sind voll. Ein Automobilzulieferer aus Schwarzenberg investiert in ein Gebäude, neue Technik und Lärmschutz.

VON BEATE KINDT-MATUSCHEK

SCHWARZENBERG - Mit der Grundsteinlegung am gestrigen Nachmittag auf dem Firmengelände der Cawi-Stanztechnik GmbH Schwarzenberg beginnt der vorerst letzte Neubau, den Geschäftsführer Volkmar Fischer plant. Im hinteren Teil des Firmengeländes (ehemals Waschgerätewerk am Wildenauer Weg) soll bis zum Herbst eine rund 1000 Quadratmeter große Lager- und Logistikhalle entstehen.

"Danach ist Standort flächenmäßig ausgereizt", so Fischer. Die Halle entsteht genau da, wo einst das alte, niemals wirklich fertig gestellte Hochregallager (Hochhaus) des Waschgerätewerkes stand. "Und sie schafft Platz innerhalb der Produktionshallen", erläutert der 61-jährige Firmenchef. Denn dort wird es derzeit mitunter ganz schön eng. Denn Material und Fertigteile stapeln sich zwischen den großen Maschinen. Bei Cawi Stanztechnik entstehen Auspuffteile aus Edelstahl, Teile für Sitze und Fahrzeugachsen. Die Automobilindustrie startet wieder durch, was Zulieferfirmen wie der Cawi GmbH volle Auftragsbücher beschert.

"Wir haben derzeit mehr als gut zu tun. Fahren dreischichtig und das sogar samstags", sagt Fischer. Die Zahl der Mitarbeiter habe sich inzwischen auf 196 erhöht und auch acht Lehrlinge gehören zur Mannschaft. "Im Sommer nehmen wir wieder zwei auf. Seit zehn Jahren bilden wir Werkzeugmacher und Industriemechaniker aus. Und bislang haben wir alle Lehrlinge, die es wollten, auch übernommen.

Doch die Halle ist bei weitem nicht die einzige Investition, die das Unternehmen in diesem Jahr plant. Auch ein weiterer großer Stanzautomat mit 1000-Tonnen-Presskraft sei bestellt. "Alles in allem investieren wir also rund 3,5 Millionen Euro in den nächstenMonaten", so der Chef. "Weitere Neuerungen erfolgen dann mit Blick auf den Produktionsprozess, sprich spezifische Maschinen und Anlagen", so Fischer dessen Ziel künftig die Baugruppenfertigung sein soll mit einem geschätzten Jahresumsatz von 50 Millionen Euro. Die Investitionen würden außerdem dazu beitragen, den Lärmschutz deutlich zu verbessern, betont Volkmar Fischer.

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Schwarzenberger Zeitung, 21.04.2011