Erzgebirge ist Vorreiter bei Praxisberatern

Erzgebirgskreis. Sie sind der Coach im Dschungel der Berufe und an acht erzgebirgischen Oberschulen im Einsatz: Praxisberater, die Schüler in ihrer Entscheidung zur Berufswahl unterstützen. 

 

Fast 400 Ausbildungsberufe gibt es in Sachsen. Hinzu kommen 1500 Studienrichtungen. Unternehmen suchen nach Fachkräften. Und doch gibt es viele Jugendliche, die nicht die richtige Lehrstelle finden. 

 

Seit März sind nun acht Praxisberater im Erzgebirge beschäftigt. Die acht erzgebirgischen Schulen zählen damit zu 50 von insgesamt 281 Oberschulen in Sachsen, die an dem bundesweit einmaligen Pilotversuch teilnehmen.

 

Der Praxisberater soll laut Arbeitsagentur "festes Bindeglied zwischen Schüler, Eltern, Schule und Berufsberater" sein und damit die Berufs- und Studienorientierung, die an jeder Schule individuell läuft, optimieren. Dies begann unter anderem damit, dass die Berater mit Vollzeitpensum in den vergangenen vier Monaten mit jedem Siebtklässler eine Potenzialanalyse durchgeführt haben. Dabei galt es anhand verschiedener Aufgaben beispielsweise die Kommunikationsfähigkeit, Selbstständigkeit, das Arbeitstempo, die Planungsfähig- und Kritikfähigkeit zu ermitteln. Anhand der Ergebnisse soll der Schüler ablesen, wo seine Stärken liegen und seine ersten beruflichen Schritte planen.

 

Die Fortsetzung des Projektes, über den derzeitigen Förderzeitraum Ende 2014 hinaus, ist noch ungewiss. Die Regionaldirektionen der Bundesagentur für Arbeit und das Sächsische Kulutsministerium sollen weitere Vereinbarungen dazu treffen.

 

Quelle: Freie Presse am 10. Juli 2014