Erzgebirge erwartet Bekenntnis der Landesregierung zum Welterbe-Projekt Montanregion Erzgebirge

Der Vorstand des Fördervereines Montanregion Erzgebirge e. V. hat seine Erwartung an die Sächsische Landesregierung bekräftigt, eine Entscheidung über die Unterstützung des UNESCO-Welterbe-Projektes „Montanregion Erzgebirge“ noch in diesem Jahr zu tr

Vorstandvorsitzender und Landrat des Landkreises Mittelsachsen Volker Uhlig nach der Vorstandsitzung am 12. Januar: „Wir brauchen so schnell wie möglich eine positive Entscheidung über die offizielle Unterstützung dieses Projektes. Die UNESCO hat klare Vorgaben, eine lautet: das Bekenntnis des Freistaates.“ Erfolgt das in diesem Jahr könne die grenzüberschreitende Welterbe-Kulturlandschaft Montanregion Erzgebirge bis zum Jahre 2013 realisiert werden. Dieses eindeutige Bekenntnis der Region zum Welterbe-Projekt sowie deren Erwartung an die Landesregierung, überbrachten die beiden Landräte Volker Uhlig und Frank Vogel (Landrat des Erzgebirgskreises) bereits am 1. Dezember 2010 dem zuständigen sächsischen Innenminister Markus Ulbig, den sie zugleich über den Stand des Projektes informierten. Ende September 2010 verständigte sich eine Bürgermeisterversammlung in Marienberg auf eine aktive Beteiligung an dem Vorhaben. Volker Uhlig: „Vorbehaltlich der notwendigen Gremienzustimmungen haben wir uns darauf verständigt, künftig im Rahmen einer freiwilligen Vereinbarung gemeinsam die Trägerschaft sowie große Teile der Finanzierung des Projekts zu übernehmen. Als oberstes Beschlussorgan soll dafür sobald wie möglich ein „Welterbe-Konvent“ aller beteiligten Kommunen und Landkreise gebildet werden.“

 

Das im Jahre 1998 von der damaligen Landesregierung unter Ministerpräsident Kurt Biedenkopf selbst für die offizielle deutsche Welterbe-Warteliste vorgeschlagenen Projekt wird inzwischen von einer großen Mehrheit der potentiell beteiligten Kommunen im Erzgebirge sowie durch die beiden Landräte der Landkreise Mittelsachsen und des Erzgebirgskreises unterstützt. Seit der Gründung des Fördervereins Montanregion Erzgebirge e. V. im Jahre 2003 ist die Vorbereitung der Antragstellung durch zahlreiche vom Förderverein sowie privaten Sponsoren geförderte Projekte erfolgreich vorangetrieben worden. Seit 2005 unterstützen die Wirtschaftsförderung Erzgebirge, der Tourismusverband Erzgebirge sowie die Tourismusvereinigung Silbernes Erzgebirge aktiv die Bemühungen um die Erlangung des Welterbe-Titels für das Erzgebirge. Darüber hinaus wurden intensive Kontakte zu den Regionalbehörden in Ustí n. L. und Karlovy Vary auf der tschechischen Seite des Erzgebirges geknüpft, die sich inzwischen auch offiziell zu dem grenzüberschreitenden Projekt bekannt und dafür eigene Arbeitsgruppen eingerichtet haben. Auf sächsischer Seite erfolgt seit Jahren die wissenschaftliche Bearbeitung des Projekts durch das Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (IWTG) an der TU Bergakademie Freiberg. Seit Juli 2010 arbeiten das IWTG, der Förderverein sowie die tschechischen Arbeitsgruppen im Rahmen eines von der EU geförderten Programms gemeinsam an der Realisierung der Antragsstellung, die für Februar 2013 vorgesehen ist. Im Sommer 2014 könnte dann das Erzgebirge den begehrten Welterbe-Titel erlangen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein offizielles Bekenntnis der sächsischen Landesregierung zu dem Projekt noch im Jahre 2011, da nur so die Vorgaben der UNESCO für eine Realisierung der grenzüberschreitenden Welterbe-Kulturlandschaft Montanregion Erzgebirge bis zum Jahre 2013 zu erfüllen sind.

 

Weitere Informationen:

Förderverein Montanregion Erzgebirge e. V., c/o Saxonia GmbH, Halsbrücker Straße 34, 09599 Freiberg, Tel.: 03731 395041, E-Mail: montanregion@saxonia-freiberg.de