Elterlein will Platz für neues Unternehmen schaffen

Gewerbegebiet "Am Gansberg" soll wachsen - Grundstückskäufe nötig

Von Annett Honscha

Die Stadt Elterlein bereitet eine deutliche Vergrößerung ihrer Gewerbeflächen vor. "Uns liegt die konkrete Anfrage eines Investors vor", sagte Bürgermeister Siegbert Ullrich (Freie

Wählergemeinschaft Hermannsdorf) in der jüngsten Ratssitzung. Wer das ist, wollte er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht preisgeben. Allerdings stellte er klar, dass das Ganze nichts mit der Firma Oiltec Factory zu tun habe. Diese beabsichtigt nach eigenen Angaben, eine Anlage zur katalytischen drucklosen Verölung von Rest- beziehungsweise Abfallstoffen im Elterleiner Gewerbegebiet "Am Gansberg" zu errichten. Damit würde Diesel hergestellt. Der entsprechende Grundstückskauf war schon vor längerer Zeit in die Wege geleitet worden.

 

Geht es nach Verwaltung und Stadträten, soll das Areal "Am Gansberg" nun für den neuen Investor erweitert werden. Einer entsprechenden Anpassung des Bebauungsplans stimmten die Bürgervertreter geschlossen zu. "Die vorhandenen Flächen reichen nicht aus. Die Stadt hat momentan nur noch freie Rest-Areale zur Verfügung", erläuterte Ullrich. Daher soll versucht werden, angrenzende Grundstücke von Privateigentümern dazuzukaufen und zu erschließen. Da derzeit noch nicht klar ist, ob alle gewünschten Flächenankäufe zustande kommen, wurde im Rat noch eine Alternative beschlossen: eine mögliche Erweiterung des Areals Hirtfeld. "Das ist aber Plan B. Die Stadtverwaltung favorisiert ganz klar die Variante ,Am Gansberg'", verdeutlichte der Bürgermeister. Stadtrat Wolfgang May (Bürgerforum) fügte hinzu, dass sich durch Grundstücksankäufe für dieses Areal auch Auswirkungen auf Landwirte ergeben würden. Diese könnten mehrere Hektar Land als Nutzfläche verlieren. "Erste Gesprächspartner sind für uns die Grundstückseigentümer - und erst im Nachgang die Pächter", erklärte Siegbert Ullrich. Er gehe jedoch davon aus, dass die Stadt in der Lage wäre, den Betroffenen etwas als Ausgleich anzubieten, sodass deren Existenz nicht gefährdet würde.

 

 

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 07.09.2010