Bester Jungmeister will elterlichen Betrieb übernehmen

In ein paar Jahren möchte Daniel Lohse den Dachdeckerbetrieb seines Vaters Stefan Lohse im Olbernhauer Ortsteil Dittmannsdorf übernehmen. Dafür benötigt er den Meistertitel. Im vergangenen Jahr hatte der 28-Jährige den zehnmonatigen Lehrgang begonnen. Dass er diesen als bester Jungmeister im Handwerkskammerbezirk Chemnitz abschließen würde, habe er nie gedacht. "Es ist mir aber eine große Ehre", sagt er.

 

Schwer und äußerst komplex sei der Lehrgang gewesen. "Man wird nicht auf eine Prüfung vorbereitet, sondern tatsächlich auf das Dasein als Handwerksmeister in einem Betrieb." Viel habe er gelernt. Kaufmännische Themen etwa, aber auch Pädagogik in Zusammenhang mit der Ausbildung von Lehrlingen standen auf der Tagesordnung. Außerdem musste er sich wie alle anderen auch rein praktisch beweisen. Zwölf Stunden standen ihm zur Herstellung seines Meisterstücks zur Verfügung.

 

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Angst vor der eigenen Selbstständigkeit hat der 28-Jährige nicht. Er kennt die Region und viele seiner Kunden. "Hier gilt noch das Wort eines Kunden. Man braucht nicht für alles einen Vertrag", weiß Lohse aus Erfahrung. Die Geschäftsübernahme planen Vater und Sohn langfristig.

 

 

Quelle: Freie Presse vom 15.11.2017, Jan Görner