Berufliche Weiterbildung am BSZ "Julius Weisbach"

Das Erzgebirge bietet vielfältige Möglichkeiten für die Ausbildung in technischen Berufen. Foto: Mirko Hertel/ Regionalmanagement Erzgebirge
Das Erzgebirge bietet vielfältige Möglichkeiten für die Ausbildung in technischen Berufen. Foto: Mirko Hertel/ Regionalmanagement Erzgebirge

Staatlich geprüften Techniker/-in“ in den beiden Fachrichtungen Bohrtechnik oder Geologietechnik

Freiberg. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres 2015/16 am 24. August 2015 besteht am Beruflichen Schulzentrum "Julius Weisbach" in Freiberg wieder die Möglichkeit, eine Ausbildung zum/zur „Staatlich geprüften Techniker/-in“ in den beiden Fachrichtungen Bohrtechnik oder Geologietechnik" zu beginnen.

 

In der zweijährigen, in Deutschland an öffentlichen Schulen einmaligen Aufstiegsfortbildung werden Fachkräfte der mittleren Ebene praxisorientiert ausgebildet. Der Einsatz erfolgt z. B. in Ingenieurbüros, Bohrunternehmen, geologischen Landesämtern oder kommunalen Einrichtungen. Die Technikerabschlüsse werden - wie die Bachelorabschlüsse an den Hochschulen - in die Niveaustufe 6 des „Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen“ (DQR)  eingeordnet.

 

Die berufliche Weiterbildung zum/zur „Staatlich geprüften Techniker/-in“ in den Fachrichtungen Bohrtechnik und Geologietechnik ist zertifiziert. Somit können Bewerber in Freiberg auch ihren Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit einlösen. Grundsätzlich besteht die Fördermöglichkeit nach BAföG oder Meister-BAföG. Es werden keine Lehrgangsgebühren fällig. Die Kosten betreffen lediglich bestimmte Arbeitsmaterialien und ggf. die Unterkunft in Freiberg.

 

Voraussetzung für die Ausbildung zum/zur „Staatlich geprüften Techniker/-in sind in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung und mindestens einjährige Praxiserfahrungen oder eine mehrjährige Berufstätigkeit auf gewerblich-technischem Gebiet. Dienstzeiten bei der Bundeswehr werden berücksichtigt.

 

Techniker für Bohr- oder Geologietechnik üben keinen Massenberuf aus und sind bei den Unternehmen begehrt. In Abhängigkeit von den Einsatzbedingungen ist die Ausbildung für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet.

 

Derzeit überarbeitet ein Lehrerteam der Fachschule die Lehrpläne. Veränderte Anforderungen der Wirtschaft werden aufgegriffen. Der ohnehin enge Praxisbezug soll noch mehr betont werden. Nach Maßgabe der Schulbehörden werden die Ziele und Inhalte der Ausbildung daher künftig in so genannten Lernfeldern dargestellt, in denen sich die typischen Handlungsbereiche der Berufe widerspiegeln. Praxispartner werden einbezogen. Im Rahmen dieses mehrjährigen Projektes wird auch ein Lehrplan für die Fachrichtung Bergbautechnik konzipiert, die bei entsprechender Genehmigung durch die Schulbehörden ab 2016 das Bildungsangebot der Freiberger Fachschule erweitern soll.