Ausbildung ist keine Kür mehr, sondern Existenzgrundlage

Die Industrie- und Handelskammer hat PTF Pfüller in Stollberg ausgezeichnet. Welchen Weg hat die Firma seit Jahren eingeschlagen, um den Bedarf an Fachkräften zu sichern?

 

Stollberg. Alexander Kunz fühlt sich gut auf sein Berufsleben vorbereitet. Der 29-Jährige lernt bei PTF Pfüller in Stollberg den Beruf des Zerspanungsmechanikers. Das Ausbildungsende hat er vor Augen, eine Übernahme steht in Aussicht und eine Weiterbildung zum Industriemeister hat der junge Mann fest im Blick. Damit ist er auf dem besten Weg zur Fachkraft. Seine Zukunft sieht er bei PTF Pfüller. Der Arbeitgeber hört das gerne, denn den Aufwand der Ausbildung betreibt PTF Pfüller aus einem guten Grund: Fachkräfte sind rar. Für langjährige Qualität in diesem Bereich ist das Unternehmen gestern von der Industrie- und Handelskammer (IHK) als "vorbildlicher Ausbildungsbetrieb" ausgezeichnet worden.

 

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In den vergangenen 15 Jahren hat die Firma mit etwa 80 Auszubildenden einen Berufsbildungsvertrag geschlossen. Zurzeit sind 14 Azubis unter den rund 180 Beschäftigten des international tätigen Unternehmens. Ab Sommer sollen drei bis vier weitere eingestellt werden, und es gibt noch freie Plätze. Das Unternehmen hat sich auf Präzisionsteile in den Bereichen Drehen, Fräsen und Drehfräsen spezialisiert. Geschäftsführer Elger von Bernuth wertet die Auszeichnung als Anerkennung für die Ausbildungsabteilung. "Unsere Ausbilder formen sehr gute Fachkräfte, die große Chancen auf ein gutes Berufsleben haben werden", sagt Bernuth.

 

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Alexander Kunz kann sich mit seiner Ausbildung den Job aussuchen. PTF Pfüller hat ihn überzeugt. Im August will er dort die Weiterbildung zum Industriemeister aufnehmen. "Durch Weiterbildungsangebote wollen wir die Mitarbeiter binden", sagt Krämer. Er hatte einst den gleichen Werdegang eingeschlagen.

 

 

Quelle: Freie Presse vom 18.01.2018, Björn Josten