Arbeitsmarkt verliert Menschen

Dr. Klaus Schuberth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen. Foto. BA
Dr. Klaus Schuberth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen. Foto. BA

Chemnitz. Wie die Arbeitsagentur aus Anlass des Weltbevölkerungstages am 11. Juli mitteilt, gehen dem sächsischen Arbeitsmarkt in den nächsten zehn Jahren fast eine halbe Millionen Menschen verloren. Hauptgrund: Seit einigen Jahren gibt es im Freistaat mehr ältere Arbeitnehmer die aus dem Berufsleben aussteigen, als junge Menschen, die deren Platz einnehmen. So wird sich die Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter bis zum Jahr 2025 aus heutiger Sicht um bis zu 466.000 Menschen verringern. Das ist ein Minus von 18,3 Prozent. Die kräftigsten Rückgänge gibt es in den ländlichen Regionen Sachsens. An der Spitze der Erzgebirgskreis, wo die Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter um über 26 Prozent abnimmt.

 

Dr. Klaus Schuberth (Bild), Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen sagte vor diesem Hintergrund in Chemnitz zur Strategie: "Einerseits müssen vorhandene Fachkräftereserven noch besser erschlossen werden. Hierbei muss es gelingen, die Älteren, Langzeitarbeitslosen, Schwerbehinderten und Alleinerziehenden noch besser in Arbeit zu bringen. Andererseits muss die gezielte Zuwanderung von ausländischen Fachkräften weiter ausgebaut werden. Wir brauchen eine Willkommenskultur und aufeinander abgestimmte Strategien zur Integration von Ausländern."