Annaberger forschen an hocheffizienter Heizpatrone

Vom Handelsunternehmen zum Hersteller eines eigenen Produktes: Diesen Weg hat die Firma Anapont eingeschlagen. In einem Jahr soll aus der Idee Realität geworden sein. Die Innovation könnte dann in den Badezimmern ganz Europas zu finden sein.

 

Annaberg-Buchholz. Als das Familienunternehmen Anapont vor 14 Jahren von Rolf und Dirk Schubert gegründet wurde, ahnten Vater und Sohn noch nicht, wohin die Reise gehen würde. Die Idee war damals, verschiedenste Sanitärartikel - beispielsweise Schläuche, Rohrsysteme, Armaturen - zu vertreiben. Doch der Beginn war schwer, sagt Geschäftsführer Dirk Schubert. Aber nach einiger Zeit kam Schwung in die Sache. Auf einer Messe im polnischen Posen knüpften die Annaberg-Buchholzer Kontakte zu verschiedenen Firmen. Unter anderem war ein Hersteller für Elektroheizkörper dabei, der auch Elektroheizpatronen - damit wird Flüssigkeit im Inneren der Heizkörper ähnlich wie bei einem Tauchsieder erhitzt -im Portfolio hatte. "Das kannten wir vorher noch gar nicht", sagt Dirk Schubert.

 

Zunächst verkaufte Anapont Heizkörper und Heizpatronen getrennt voneinander, bis eines Tages die Anfrage kam, ob Anapont das Ganze nicht auch schon montiert liefern könnte. "Das kam dann öfter vor", so der 45-Jährige. Also bot das Unternehmen ab diesem Zeitpunkt montierte, mit Heizpatrone versehene und befüllte Elektroheizkörper für Sanitäreinrichtungen an - und hatte damit eine Marktlücke entdeckt. Das Geschäft floriert bis heute. Und das sogar so gut, dass die Annaberger nun selbst in die Entwicklung und Herstellung einer eigenen Heizpatrone gehen wollen.

 

Quelle: Freie Presse vom 14.10.2016, Denise Märkisch