9.600 Einwohner
09618 Postleitzahl
1150 Gründungsjahr

Brand-Erbisdorf

Brand-Erbisdorf hat Wurzeln: Der in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts gegründete Waldhufenort Erbisdorf und die Bergmannssiedlung Brand, die als nachträgliche Gründung 1515 zur Gemeinde erhoben wurde (seit 1834 volles Stadtrecht). Bis Ende des 19. Jahrhunderts war neben der Landwirtschaft der Silberbergbau dominierend. 1912 wurden beide Orte vereinigt. Zusammen mit den Stadtteilen Gränitz, Himmelsfürst, Langenau, Linda, Oberreichenbach und Sankt Michaelis leben heute hier etwa 9.600 Menschen.

Wertvoll sind montanhistorische Anlagen wie das „Buttermilchtor“, die Bergbauschauanlage „Bartholomäusschacht“ und das Bergbau- und Heimatmuseum Huthaus „Einigkeit“ mit einer Sammlung von Arbeitsgeräten und Modellen des Bergbaus aus dem 19. Jahrhundert. Sehenswert sind das 1858 erbaute und 1993 rekonstruierte Rathaus sowie das hervorragend sanierte Ensemble der Bergbaugebäude an der „Zugspitze“, wo ab 1516 die „Alte Mordgrube“ betrieben worden war.

Schon gewusst?

Im Brand-Erbisdorfer Stadtteil Himmelsfürst lag Sachsens reichste Silbergrube.

Brand-Erbisdorf ist Standort für mehr als 800 Firmen.

Brand-Erbisdorf ist Produktionsstandort für ICE-Achsen.

Aus Brand-Erbisdorf kommen edle Leder für Rolls-Royce.

Seit dem Niedergang des Montanwesens prägen Leicht- und Schwerindustrie das industrielle Profil. Mittlerweile sind 6 Gewerbegebiete von Brand-Erbisdorf sind für Unternehmen attraktiv. Dennoch bietet die Stadt in Wohngebieten wie Parks viel Grün. Aktive Erholung und Entspannung findet man im nahen Wald mit dem Naturbad „Erzengler Teich“. Ein Natur- und Bergbaulehrpfad lädt zum Wandern ein. Die Bildungslandschaft ist mit Grund- und Mittelschule, Förderschule und Gymnasium vielgestaltig. Für die Kinderbetreuung verdienen freie Träger viel Lob. Und natürlich wird zünftig gefeiert: Das Oldtimertreffen Mitte Juni, das Haldenfest Ende Juli und der Stollenmarkt rund um den 2. Advent sind inzwischen Tradition. Willkommen!

Bergbau Kunstteich in Brand-Erbisdorf / © Tourismusverband Erzgebirge e.V. / Jens Kugler
Bethaus auf dem Mendenschacht der Alten Mordgrube